VON PRIVATHAUS ZU ÖFFENTLICHEM MUSEUM

Das «Freiämter Strohmuseum» wurde am 26. Februar 1976 im Gebäude der ehemaligen Freiämter Bank am Wohler Kirchenplatz eröffnet. Mit den Jahren stiess das Museum zunehmend an räumliche und konzeptionelle Grenzen. Die Verantwortlichen machten sich deshalb auf die Suche nach einem neuen Standort, der zeitgemässe Möglichkeiten für die Präsentation und Vermittlung der Geschichte der Freiämter Strohindustrie bieten sollte.

Mit der Villa Isler und ihrem weitläufigen Park bot sich ein besonderer Ort an: Die Villa wurde in den 1860er-Jahren vom Strohfabrikanten August Isler erbaut, der auch die dazugehörige Parkanlage anlegen liess. Bis heute prägen eindrucksvolle Gehölze das Parkbild, darunter eine rund 200 Jahre alte Eibe, ein Ginkgo, eine Magnolie und ein japanischer Ahorn.

Den letzten privaten Eigentümern der Villa, Rudolf und Jacqueline Isler-Schwab, war es ein Anliegen, die Liegenschaft mit ihrem Garten, dem wertvollen Baumbestand und dem gesamten Umgelände langfristig zu erhalten. 2009 ging die Villa in den Besitz der Ortsbürgergemeinde Wohlen über. Im selben Jahr bewilligte diese einen Projektierungskredit für die Umnutzung der Liegenschaft zu einem Museum.

Im Mai 2013 wurde das «STROHMUSEUM IM PARK» in der Villa Isler neu eröffnet. Mit der Neupositionierung und der Weiterentwicklung des Museums erfolgte 2023 schliesslich die Umbenennung in «SCHWEIZER STROHMUSEUM».

Im Eröffnungsjahr erhielt das Museum den Aargauer Heimatschutzpreis: «Das schon länger bestehende Strohmuseum in Wohlen in die von August Isler 1860 klassizistisch gebaute Villa Isler zu versetzen, war ein beispielhafter Entschluss. Die Räume der Villa wurden feinsinnig gestaltet und der museologisch sehr ansprechend gestalteten und vielfältig gegliederten Geschichte der Strohindustrie angepasst. Dem Besucher wird die Freiämter Hutgeflechtindustrie eindrücklich vermittelt.» (Aargauer Heimatschutz)

Beitrag SRF news

Umbau
Generalplanung und Architektur:
Hull Inoue Radlinsky | Architekten ETH GmbH
Landschaftsarchitektur: Müller Illien Landschaftsarchitekten

Ausstellung
Konzept, Inhalte, Narration, Grafik:
imRaum Furter Handschin Rorato, Baden
Szenografie: Gasser, Derungs, Innenarchitekturen, Zürich

Dass die Villa Isler in ein zeitgemässes Museum verwandelt werden konnte, ermöglichten die folgenden Institutionen und Stiftungen:

Ortsbürgergemeinde Wohlen / Regierungsrat des Kantons Aargau – Swisslos-Fonds / Departement Bildung, Kultur und Sport – Abteilung Kultur / Bundesamt für Kultur – Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege / Alois Donat-Stiftung, Wohlen / AVINA STIFTUNG / Briefmarken und Philatelie. Die Schweizerische Post / Dambach-Stiftung, Villmergen / Ernst Göhner Stiftung / Josef Müller Stiftung, Muri / Koch-Berner-Stiftung, Villmergen / Migros-Kulturprozent / Ortsbürgerstiftung Villmergen / Schweizerische Stiftung Pro Patria / Stiftung Freiämter Strohmuseum Wohlen / Theodor und Bernhard Dreifuss-Stiftung, Wohlen / UBS Kulturstiftung / Vontobel-Stiftung / Familie J. Rudolf Isler-Schwab